Einsatzbereiche und Vorteile von Implantaten
Was genau ist ein Zahnimplantat?
Zahnimplantate sind "kleine Pfeiler" aus körperverträglichem Reintitan, die die Zahnwurzel ersetzen. Auf dieser künstlichen Wurzel kann der Zahnarzt dann Kronen, Brücken oder Prothesen befestigen und so einen Zahnersatz schaffen, der dem natürlichen Zahn in Funktion und Ästhetik vollkommen entspricht. So kann auch für Sie der Traum von festen Zähnen und einem schönen unwiderstehlichen Lächeln in Erfüllung gehen.
Implantate sind zwar nicht alles, aber ohne Implantate ist alles nichts !
Wann bzw. für welche Patienten empfehlen Sie Zahnimplantate?
Grundsätzlich kann man mit Zahnimplantaten jeden verloren gegangenen Zahn ersetzen. Das heißt für Sie, dass wir Ihnen mit jedem Ihrer Probleme helfen können, ganz gleich, ob Ihnen ein einzelner Zahn oder gleich mehrere Zähne fehlen. Zahnimplantate eignen sich auch bei so genannten ein- oder beidseitigen Freienden, also immer dann, wenn Ihnen die hinteren Backenzähne komplett fehlen. Wenn Sie eine Vollprothese tragen oder benötigen, bietet die Implantologie eine wertvolle Alternative: Die Prothese kann einfach auf Implantaten verankert werden, so dass die störende Gaumenplatte entfällt und Sie das Gefühl von natürlichen Zähnen erhalten.
Daran sehen Sie schon: Implantate sind mit Ausnahme von Kindern für alle Altersgruppen geeignet. Einschränkungen gibt es lediglich bei rheumatischen Erkrankungen, Diabetes oder bei langjähriger systemischer Cortisontherapie. Starken Rauchern würden wir eher von einer Implantation abraten, da Rauchen sehr schädlich für die Zahnimplantate ist und sogar dazu führen kann, dass sich das Zahnimplantat lockert und verloren geht.
Wie verträglich sind Zahnimplantate und welche Probleme können auftreten?
Zahnimplantate werden seit mehr als 25 Jahren erfolgreich eingesetzt und im Allgemeinen sehr gut vertragen. Bis heute ist kein einziger Fall von Titanallergie bekannt.
Grundvoraussetzung für den dauerhaften Therapieerfolg ist jedoch eine sehr gute Mundhygiene und regelmäßige, professionelle Pflege des Zahnersatzes. Nachdem Sie bei uns Implantate erhalten haben, werden Sie von uns professionell in der Reinigung Ihrer neuen Zähne geschult. Dabei hilft Ihnen unser Prophylaxeteam und erklärt Ihnen alles Schritt für Schritt.
Da sich unsere Praxis auf die genetische prädiktive Diagnostik spezialisiert hat, können wir auf Wunsch mit Hilfe eines einfachen Speicheltests eine genetische Untersuchung durchführen. Damit können wir schon im Vorfeld abklären, ob bei Ihnen eine für die Implantation ungünstige Veranlagung vorliegt und somit etwaige Probleme so gut wie ausschließen.
Sollte ein Implantat trotzdem einmal nicht anwachsen, kann die Implantation wiederholt werden. Das geht auch noch viele Jahre nach einem Implantatverlust, da der Kieferknochen normalerweise nachwächst. Sollte es auch hier einmal Probleme geben, kann der bestehende Knochen nochmals verstärkt werden, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.
Worin liegen die Vorteile von Zahnimplantaten gegenüber anderen Zahnersatzlösungen?
Die Implantologie bietet gegenüber anderen Zahnersatzlösungen einen unschlagbaren Vorteil: Sie spüren beim Essen, Lachen oder Sprechen keinen Unterschied zu Ihren natürlichen Zähnen. Außerdem müssen wir Ihre eigenen Zähne nicht abschleifen, um ein Implantat einzusetzen. So schonen und erhalten wir Ihre gesunde Zahnsubstanz.
Patienten, die herausnehmbare Prothesen tragen, werden das Problem kennen: Knochen und Zahnfleisch bauen sich nach kurzer Zeit ab, die Prothese sitzt nicht mehr richtig und fängt an zu drücken und wehzutun. Zahnimplantate erhalten den Kieferknochen und das Zahnfleisch, weil die Kräfte, die beim Kauen ganz automatisch entstehen, auf dem Implantat und im Kieferknochen wie bei natürlichen Zähnen gleichmäßig verteilt werden.
Ein weiterer Vorteil: Festsitzender Zahnersatz schont Kiefergelenk und Halswirbelsäule. Wir haben nämlich festgestellt, dass Patienten, die mit einer schlecht sitzenden Prothese, funktionell falsch gestaltetem Zahnersatz oder nach kieferorthopädischen Behandlungen zu uns kommen, meist auch Probleme im Kopf-Hals-Bereich haben, weil es durch die ungünstige Kaukraftverteilung häufig zu Fehlbelastungen kommt.
Kann man Implantate auch bei Parodontose einsetzen?
Parodontose wird durch bestimmte Bakterien in Kombination mit einer entsprechenden genetischen Veranlagung hervorgerufen und bedeutet in den meisten Fällen nicht nur Zahnfleischrückgang, sondern vor allem Knochenschwund. Das führt dazu, dass die Zähne anfangen zu wackeln und im schlimmsten Fall ganz ausfallen. Setzt man in diesen Fällen rechtzeitig ein Zahnimplantat an die Stelle des sowieso wackelnden Zahnes, kann der Knochenschwund normalerweise aufgehalten werden. Implantate wachsen bei Parodontosepatienten genau so gut an, wie bei Patienten mit gutem Zahnfleisch, man sollte allerdings rechtzeitig reagieren.
Eine herausnehmbare Teil- oder Klammerprothese führt bei Parodontose zum Verlust von weiteren Zähnen, weil die Zähne, an denen die Prothese aufgehängt ist, überlastet werden und dadurch ebenfalls ausfallen.
Bevor wir Ihnen bei Parodontose ein Zahnimplantat einsetzen, behandeln wir zunächst die Ursache des Zahnverlusts: Damit sind die Erfolgsaussichten bei Ihnen genauso hoch wie bei allen anderen Patienten.

