Ein computerunterstützes, diagnostisches Hilfsmittel auf Ultraschall-Basis ermöglicht eine Beurteilung des Funktionszustandes der Kiefergelenke und liefert die metrischen Daten mit einer Genauigkeit von 0,1 mm.
Soforthilfe bei Schmerzen in der Kau-, Nacken- und Rückenmuskulatur oder auch Bruxismus (Kissen mit Wasserfüllung)

- Equalizer

- Eine individuell im Labor hergestellte Entlastungsschiene
Gewichtstest mit zwei Wagen nach Lilo Cross zum Aufzeigen einer Fehlstatik.
Zeigt sich eine Gewichtsdifferenz links und rechts, ist der Körperschwerpunkt zur einen Seite verschoben. Meist besteht eine Differenz bis zu fünf Kilogramm. Bei jedem fünften sind es 6-10 Kilogramm, bei jedem zehnten über 11 Kilogramm. Bei einer Differenz von mehr als 5 Kilogramm ist die Körperstatik erheblich beeinträchtigt, das heißt unkorrekt.

- Jeweils mit einem Fuß auf einer Waage.
Zur Diagnostik und Therapie der CMD
Eine ausgedehnte Anamnese ist zunächst von größter Bedeutung für die Diagnosestellung. Beispielsweise gibt die zeitliche Koinzidenz der Entstehung von Schmerzen mit einem Trauma (Schleudertrauma, Sturz, Schlag), eingegliedertem Zahnersatz oder veränderten Lebensumständen wichtige Hinweise auf mögliche Zusammenhänge.
Die darauffolgende klinische und manuelle Analyse des Zahnarztes gibt einen guten Einblick in den funktionellen Zustand des Kauapparates und den dazugehörenden anatomischen Regionen. Wenn der Verdacht auf eine Kiefergelenkverlagerung besteht, wird die sog. „instrumentelle Funktionsanalyse“ notwendig.
Die Therapie einer CMD kann manchmal sehr einfach sein, vorausgesetzt eine richtige Diagnose wurde gestellt. Es kann unter Umständen ausreichen, eine zu hohe Füllung einzuschleifen oder einen zu hohen Zahnersatz zu korrigieren.
In komplizierteren Fällen werden zunächst speziell angefertigte und ausgemessene Funktionsschienen (Aufbißschienen) eingeliedert, die den Fehlbiss ausgleichen und damit die Fehlstellung zwischen Zähnen und Kiefergelenk beseitigen. Jede dieser Schienen wird individuell für unsere Patienten hergestellt und basiert auf den Daten, die wir durch die Funktionsdiagnostik erhalten haben. Dabei wird auch die Statik des ganzen Körpers orthopädisch eingerechnet, um Sie dauerhaft zu therapieren. Nach entsprechender dreidimensionaler Wirbelsäulenvermessung können z. B. notwendige sensomotorische Spezialeinlagen individuell angefertigt werden (www.ortho-worms.de; ch.ludwig@cmhf.de) . Nur individuell angefertigte sensomotorische Spezialeinlagen (nach Fußabdruck, z. B. propriozeptive Einlagen nach Frau Prof. Fusco) sind sinnvoll und hilfreich. Langzeitiguntersuchungen in biomechanischen Labors haben dies bestätigt. Bei starken Muskelverspannungen ist eine begleitende Physiotherapie zu einer Funktionsschienentherapie notwendig.
Sollte es in Folge einer prothetischen Behandlung zur Verlagerung des Unterkiefers gekommen sein, dann ist eine umfangreiche prothetische Behandlung notwendig. Eine dreidimensionale Neupositionierung des Unterkiefers in die physiologische Position gehört zu den schwierigsten Aufgaben einer zahnärztlichen Behandlung überhaupt. Durch die Verwendung modernster elektronischer Registrierungssysteme und Computer (z.B. optoelektronische Verfahren wie z.B. mit dem Condylocomp®) sind wir in der Lage, die ursprüngliche Biss – und Gelenksituation des Patienten wieder herzustellen.
Nach ausgemessener provisorischer Versorgung der Gebißsituation und Neupositionierung der Kiefergelenke Positionierung wird eine prothetische Rekonstruktion notwendig. Hier ist eine genaue zahntechnische, naturanaloge individuelle Konfiguration der Kauflächen mit einer Präzision von 0,1 mm notwendig. Eine exakte Übertragung der Patientengeometrie in das Arbeitsgerät des Zahntechnikers (Artikulator) ist eine absolute Voraussetzung für den Langzeiterfolg der Behandlung. Ihr Backenzähne und Frontzähne müssen in der Form den Mundstrukturen (Gelenke, Muskulatur) individuell angepasst werden, da Form und Funktion unzertrennlich miteinander verbunden sind. Auf diese Weise wird ein „gesunder Zahnersatz“ hergestellt.
Zur Vermeidung einer craniomandibulären Dysfunktion ist eine funktionsanalytische Betrachtungsweise im prophylaktischen Sinne bei allen, auch bei den kleinsten zahnärztlichen Eingriffen zu berücksichtigen.
Umso wichtiger ist eine Vorbeugung (auch schon im Kindesalter) im Sinne der Zahnerhaltung, kieferorthopädische Regulierungen unter funktionellen Aspekten sowie eine besondere Beachtung der Körperstatik.
In der Orthopädie gibt es häufig Fußdeformitäten oder Beinlängendifferenzen verbunden mit Skoliosen oder Beckenschiefständen, die sich durch Kettenreaktion auf obere Körperregionen übertragen und Knieschmerzen, Hüftschmerzen, Wirbelsäulenprobleme, Kopf und Kiefergelenkschmerzen verursachen können. Hier ist auch eine Funktionsanalyse des ganzen Bewegungsapparates notwendig, um nach entsprechender dreidimensionaler Wirbelsäulenvermessung notwendige Schuheinlagen individuell anzufertigen (www.ortho-worms.de; ch.ludwig@cmhf.de) . Nur individuell angefertigte Fußeinlagen (z. B. sensomotorische Einlagen nach Prof. Fusco) haben sich als sinnvoll und hilfreich erwiesen. Langzeitiguntersuchungen in biomechanischen Labors haben das bestätigt.
Zusammenfassung
Krankheiten des Bewegungsapparates sind die häufigsten Krankheiten in der Bevölkerung. Funktionelle Störungen in einem Körpergebiet können sich durch muskuläre Kettenverschaltungen in andere Körperregionen verlagern und Schmerzen wie auch strukturelle Veränderungen verursachen..Ein Teil dieser Störungen haben ihren Ursprung im Kauapparat, in der Fehlstellungdes Kiefers, Verlagerung des Kiefers durch unsachgemäße zahnärztliche Behandlungen (besonders Prothetik, Kieferorthopädie) und durch Bruxismus (Pressen und Knirschen).Umgekehrt können Fehlfunktionen aus anderen Körperregionen sich auch in der Kopf-, Gesichts- und Kaumuskulatur und in den Kiefergelenken auswirken.
Eine interdisziplinäre und eine ganzheitliche Betrachtungsweise ist unabdingbar.
Vorbeugende Maßnahmen schon im Kindesalter ersparen späteres Leiden.
Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass Sie unsere Praxis mit dem „richtigen Biss“ verlassen, denn er beeinflusst Ihre Körperhaltung, Ihre Lebensqualität und den ganzen Körper positiv und hält Sie ein Leben lang „in bester Funktion“.
